Ein allgemeiner Vergleich zwischen Barrierepapier und Kunststoffverpackungen ist nur eingeschränkt möglich. Der CO₂-Fußabdruck hängt unter anderem vom konkreten Verpackungsaufbau, der benötigten Materialmenge, der Art und Menge der Beschichtung, dem Energieeinsatz bei der Herstellung, den Transportwegen und dem jeweiligen End-of-Life-Szenario ab.
Auch die Vergleichsbasis ist entscheidend: Verglichen werden sollten funktional gleichwertige Verpackungslösungen, die dieselbe Schutzwirkung und Haltbarkeit für das verpackte Produkt gewährleisten. Ein Vergleich allein nach dem Gewicht oder dem Ausgangsmaterial kann zu einem unvollständigen Ergebnis führen.
Für eine belastbare Bewertung ist daher eine Lebenszyklusanalyse (LCA) erforderlich. Sie sollte die relevanten Lebenszyklusphasen und Annahmen transparent ausweisen, von der Rohstoffgewinnung und Herstellung über Beschichtung und Transport bis zur Sammlung, Verwertung oder Entsorgung.
Papier startet mit einem natürlichen Vorteil: Die Bäume, aus denen die Papierfasern gewonnen werden, entziehen während ihres Wachstums der Atmosphäre CO₂ und speichern den enthaltenen Kohlenstoff in ihrer Biomasse. Ein Teil dieses Kohlenstoffs bleibt auch im fertigen Papierprodukt gebunden. Dadurch weist Papier im Vergleich zu vielen fossil basierten Materialien bereits einen günstigen Ausgangspunkt in seiner CO₂-Bilanz auf.
Barrierepapier kann in bestimmten Anwendungen Vorteile bei der Rohstoffbasis und bei der Verwertung bieten. Diese Vorteile sind jedoch nicht pauschal für jedes Barrierepapier und jeden Vergleich mit Kunststoffverpackungen anzunehmen. FSC- oder PEFC-Zertifizierungen können Angaben zur zertifizierten Herkunft und Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Rohstoffe unterstützen.
Für ausgewählte Produkte von Felix Schoeller werden deshalb die konkreten Ergebnisse einer belastbaren, produktbezogenen LCA maßgeblich sein. Dabei wird mindestens die betrachtete Produktvariante, die Vergleichsverpackung, die funktionale Einheit, die Systemgrenzen, die Datenbasis und das End-of-Life-Szenario angegeben werden.
Kurz gesagt: Ob Barrierepapier im Vergleich zu einer Kunststoffverpackung einen geringeren CO₂-Fußabdruck aufweist, lässt sich nur produktspezifisch beantworten. Entscheidend ist der konkrete, transparent dokumentierte Lebenszyklusvergleich einer funktional gleichwertigen Verpackungslösung.